VBW „Anti-Bewegungsmarken“ fördern die Gesundheit der Mitarbeitenden

PR 2025 04 01 Innovatives Aufzugsnutzungskonzept

Foto: Dominik Neugebauer, VBW

Neues Mindset: Aufzug der VBW-Hauptverwaltung wird umgebaut

Pressemitteilung vom 01. April 2025

Bochum, 1. April 2025 - Die VBW Bauen und Wohnen GmbH implementiert ab dem 2. Juni 2025 in ihrer Hauptgeschäftsstelle in der Wirmerstraße 28 ein neuartiges Aufzugsnutzungskonzept. Das Pilotprojekt mit dem Titel "Bewegung soll sich lohnen" zielt darauf ab, die Gesundheit der Mitarbeiter*innen zu fördern und gleichzeitig den Energieverbrauch zu reduzieren.

„Als verantwortungsbewusstes Wohnungsunternehmen möchten wir nicht nur für unsere Mieter*innen, sondern auch für unsere Belegschaft zukunftsweisende Konzepte entwickeln“, erklärt Dominik Neugebauer, Pressesprecher der VBW. „Dieses Projekt verbindet Gesundheitsförderung mit ökologischer Nachhaltigkeit in vorbildlicher Weise.“

Funktionsweise des Systems

Ab dem Stichtag wird die Nutzung des Aufzugs ausschließlich mit speziell entwickelten „Anti-Bewegungsmarken“ möglich sein. Diese mit RFID-Technologie ausgestatteten Marken werden jedem*r Mitarbeiter*in monatlich in begrenzter Anzahl zur Verfügung gestellt. Für die Aktivierung des Aufzugs muss eine Marke in eine entsprechende Vorrichtung eingeführt werden.

Der innovative Ansatz besteht darin, dass nicht verbrauchte Marken am Jahresende gegen eine steuerfreie Prämie eingetauscht werden können. „Auf diese Weise schaffen wir einen positiven Anreiz für mehr Bewegung im Arbeitsalltag“, erläutert Neugebauer.

Wissenschaftliche Fundierung

Die Initiative basiert auf aktuellen arbeitsmedizinischen Erkenntnissen, die belegen, dass regelmäßige körperliche Aktivität im Berufsalltag sowohl die physische als auch die psychische Gesundheit fördert. Eine interne Studie hat gezeigt, dass durch eine verstärkte Treppennutzung die Fehlzeiten reduziert und das allgemeine Wohlbefinden gesteigert werden können. Gleichzeitig wird durch die verminderte Aufzugsnutzung der Energieverbrauch des Gebäudes gesenkt, was im Einklang mit den Nachhaltigkeitszielen der VBW steht.

Ausnahmen und Rücksichtnahme

Die VBW legt besonderen Wert darauf, dass das neue System inklusiv gestaltet ist und niemand benachteiligt wird. Für Mitarbeiter*innen mit mobilitätseinschränkenden Behinderungen, chronischen Erkrankungen oder temporären gesundheitlichen Einschränkungen sind umfassende Sonderregelungen vorgesehen.

„Inklusion und Barrierefreiheit sind für uns nicht verhandelbare Grundwerte“, betont Neugebauer. „Mitarbeiter*innen mit attestierten gesundheitlichen Einschränkungen erhalten auf einfachen Antrag eine spezielle Berechtigungskarte, die unbegrenzte Aufzugsnutzung ohne Einschränkungen ermöglicht.“

Das Unternehmen hat ein diskretes und unbürokratisches Verfahren entwickelt, bei dem betroffene Personen ihre Berechtigungskarte direkt beim Betriebsarzt beantragen können, ohne detaillierte Gesundheitsinformationen offenlegen zu müssen. Diese Karten funktionieren technisch anders als die Standard-Marken und sind nicht mit dem Bonussystem verknüpft.

Zusätzlich werden für Schwangere, Mitarbeiter*innen mit vorübergehenden Verletzungen oder akuten Gesundheitsproblemen sowie für Personen mit schweren Lasten oder in besonderen Situationen automatisch Ausnahmeregelungen aktiviert.

„Wir haben einen Ethikbeirat eingerichtet, der die Umsetzung des Projekts kontinuierlich begleitet und sicherstellt, dass niemand durch das System diskriminiert wird“, sagt Neugebauer. „Die Teilnahme am Bonusprogramm ist grundsätzlich freiwillig, und es wird niemand benachteiligt, der den Aufzug aus welchen Gründen auch immer nutzen muss.“

Ausblick

Nach einer sechsmonatigen Testphase in der Hauptgeschäftsstelle plant die VBW, das Konzept perspektivisch auf Wohngebäude mit Aufzügen im eigenen Bestand auszuweiten. „Die Erkenntnisse aus der Pilotphase werden sorgfältig evaluiert und fließen in die Weiterentwicklung des Konzepts ein“, sagt Neugebauer.

Die VBW sieht in diesem Projekt nicht nur einen Beitrag zur Gesundheitsförderung, sondern auch einen weiteren Schritt in Richtung eines nachhaltigen und ressourcenschonenden Unternehmensbetriebs.